Bundesweite Solidarität zum Prozess – Verhandlung wird ausgesetzt

Weit mehr als 100 UnterstützerInnen aus dem gesammten Bundesgebiet haben heute vor und im Amtsgericht Erfurt ihre Solidatität mit Angelo Lucifero gezeigt.

Die Hauptverhandlung selbst wurde schon nach wenigen Minuten ausgesetzt, um zu prüfen, ob und wenn ja unter welchen Bedingungen die Verhandlungsfähigkeit des Angeklagten gegeben ist. Zu Beginn des Prozess wurde klar, daß die räumlichen Bedingungen der Verhandlung nicht geeignet sind, Angelo eine akustische Teilnahme am Geschehen zu ermöglichen. Die GewerkschafterInnen gegen Rechts begrüßen die Aussetzung, da die aktive Teilnahme an der Verhandlung eine notwendige Bedingung für eine angemessene Verteidigung ist.

Der Prozess ist damit bis auf weiteres vertagt. Der Verhandlungstermin am 23. Januar findet nicht statt.

In Anschluss an die Verhandlung fand eine eine spontane Demonstration durch die Erfurter Innenstadt statt. GewerkschafterInnen und Menschen aus verschiedenen Verbänden und antirassistischen Organisationen bekundeten in Redebeiträgen ihre Solidarität mit Angelo Lucifero. Sie forderten die sofortige Einstellung des Verfahrens.

Anlässlich des Prozessbeginns fordern die GewerkschafterInnen gegen Rechts nochmals, die Bedrohung durch Naziangriffe in den Mittelpunkt der gesellschaftlichen Diskussion zu stellen, statt antifaschistisches Engagement zu kriminalisieren.

Wir bedanken uns für die Solidarität bei allen UnterstützerInnen und werden weiter über den Verlauf des Verfahrens berichten.

Der Gewerkschafter und Antifaschist Angelo Lucifero hatte sich am 15.03.2007 am Rande einer Kundgebung des Erfurter Sozialbündnisses gegen einen Nazi-Angriff mit einer Schreckschusspistole zur Wehr gesetzt. Während die Staatsanwaltschaft Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung erhoben hat, machen der Angeklagte und seine Verteidigung Notwehr geltend.


5 Antworten auf “Bundesweite Solidarität zum Prozess – Verhandlung wird ausgesetzt”


  1. 1 Sabine 17. Januar 2008 um 9:51 Uhr

    “Bundesweite Solidarität zum Prozess – Verhandlung wird ausgesetzt”

    das ist doch schonmal ein Anfang!! es macht Hoffnung und Mut

  2. 2 Heiko Eggers 18. Januar 2008 um 7:42 Uhr

    Die Solidarität vieler überzeugter Gewerkschafter für Angelo macht Mut. Bleibt nur zu hoffen, dass unsere Gewerkschaft verdi endlich auch zu Angelo steht, ein deutliches Zeichen setzt und Thomas Voss gehörig in die Schranken weist. Man könnte fast vermuten, dass dieser ein rechter Sympathisant ist. Vielleicht wäre er bei der NPD besser aufgehoben als in unserer verdi.
    Heiko Eggers, Mitglied in der verdi-BG der FH Hannover.

  3. 3 harry 18. Januar 2008 um 15:14 Uhr

    Hoffentlich geht der dreckige Rote dafür in den Knast. Derzeit kann er noch Tinitus vortäuschen, die Mühlen arbeiten aber….

  4. 4 Klaus Klemenz 18. Januar 2008 um 22:33 Uhr

    Diese Kündigung des Kollegen Angelo muss Rückgängig gemacht werden!!Bei unserer Gewerkschaft darf dies nicht Passieren!!
    Mit Freundlichen Grüssen Klaus Klemenz (Mitglied seit 1978, 13 Jahre Ehrenamtlicher Arbeitsrichter usw.)Ich habe vor etliche Jahren in meiner Eigenschaft als Ehrenamtlicher Arbeitsrichter miterlebt wie der damalige Betriebsrat zusammen Mit den Arbeitgeber (Oppel-Rüsselheim) ein Betriebsrats-Mitglied Ausschliesen lassen wollte!

  5. 5 Hermann 28. Februar 2008 um 19:43 Uhr

    Wieso lasst ihr diesen braunen Bastard (harry) hier sein Gift verspritzen?

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